Internationale Bühne für nachhaltige Mauerwerksforschung

Aktuelle Forschungsergebnisse im internationalen Dialog
Der Lehrstuhl Werkstoffe des Bauwesens der TU Dortmund war auf der International Masonry Conference (IMC) 2026, einer der weltweit führenden Fachkonferenzen im Bereich des Mauerwerksbaus, vertreten und präsentierte aktuelle Forschungsergebnisse zum nachhaltigen Mauerwerksbau.
Im Vortrag „Investigations on the Use of Clay Thin-Bed Mortar in Load-Bearing Masonry“ stellte Florian Soßna aktuelle Untersuchungen zum Einsatz von Lehmdünnbettmörtel in tragendem Mauerwerk aus Kalksandstein, Leichtbetonstein und Ziegeln vor. Präsentiert wurden experimentelle Ergebnisse zur Tragfähigkeit und zum Verformungsverhalten dieser ressourcenschonenden Bauweise.
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus einem ZIM-Forschungsprojekt, das die TU Dortmund gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Dr. Brauer (Dormagen) bearbeitet. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines wasserlöslichen Dünnbettmörtels auf Lehmbasis für verschiedene Mauerwerksarten sowie eines Bemessungskonzepts für diese neuartigen Stein-Mörtel-Kombinationen.
Das Forschungsprojekt entstand aus dem Zukunftsnetzwerk Nachhaltiges Mauerwerk, das Wissenschaft, Industrie und Planungspraxis miteinander vernetzt. Gemeinsam werden dort innovative und ressourcenschonende Lösungen für den Mauerwerksbau entwickelt und in die Praxis überführt.
Die Präsentation auf der International Masonry Conference unterstreicht die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Projektpartner und stärkt zugleich die internationale Sichtbarkeit der Mauerwerksforschung an der TU Dortmund. Darüber hinaus bot die Konferenz wertvolle Möglichkeiten zum fachlichen Austausch mit internationalen Expertinnen und Experten sowie wichtige Impulse für die Weiterentwicklung nachhaltiger Bauweisen.
Ein besonderer Dank gilt den Organisatoren der IMC – Birger Gigla, Miklós Molnár und Nigel Shrive – für die hervorragende Ausrichtung der Konferenz. Die Hansestadt Lübeck mit ihrer beeindruckenden Backsteinarchitektur und der historischen Altstadt bildete den passenden Rahmen für den internationalen wissenschaftlichen Austausch. Das Forschungsprojekt sowie das Zukunftsnetzwerk Nachhaltiges Mauerwerk werden gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.









